Fadenlifting - Meine Erfahrungen

Gespeichert von Dr. Perianez am Fr., 25.11.2022 - 13:08

Die Behandlung mit PDO (Polydioxanon) - Fäden, auch „Fadenlifting“ genannt, wenden wir seit 2015 mit großem Erfolg an. Ziel der Behandlung ist es, die körpereigene Kollagenbildung anzuregen und dadurch eine "Straffung der Haut" zu generieren.

In diesem Beitrag möchte ich auf meine bisherigen Erfahrungen auf diesem Gebiet, auf die Einsatzmöglichkeiten und auf den Behandlungsablauf mit PDO eingehen.

Was sind PDO Fäden?

Die verwendeten Fäden sind in ihrer Zusammensetzung identisch mit den Fäden, die weltweit seit den 70er Jahren in allen chirurgischen Disziplinen für den inneren Wundverschluss eingesetzt werden. Diese Fäden lösen sich wieder komplett zu Wasser und Kohlendioxid auf. Dies bedeutet, dass keine chemische Restsubstanz im Körper bleibt.

Genauso verhält es sich mit den PDO-Fäden, die in der ästhetischen Medizin Verwendung finden. Daher gilt der Einsatz dieses Materials als sehr sicher in Bezug auf seine Verträglichkeit; allergische Reaktionen sind so gut wie nicht zu erwarten. Dies ist ein großer Vorteil im Vergleich zu nicht resorbierbaren Fäden wie z.B. Aptos- oder Goldfäden, bei denen es häufiger zu chronischen Entzündungen mit Granulombildung und weiteren Komplikationen kommen kann. Daher sind für mich PDO-Fäden besser geeignet, auch wenn ihre Haltbarkeit begrenzt ist und die Behandlung nach 1,5 - 2 Jahren wiederholt werden muss.

Hier bei uns in der Praxis München - Maxvorstadt, arbeite ich grundsätzlich mit Materialien, die nicht dauerhaft im Körper bleiben, um spätere Komplikationen zu vermeiden. Die wird regelmäßig mit guten Bewertungen von den Patienten geschätzt.

Medizinische Ausbildung

Die Anwendung von PDO Fäden oder dem Fadenlifting ist nicht grundlegend in Ausbildungen im Bereich Plastische Chirurgie. Das Wissen wurde von mir im Austausch von Kollegen und intensiven Schulungen sowie meinen langjährigen Erfahrungen im Bereich Ästhetische Medizin aufgebaut.

Anfänglich war die Verwendung von einfachen Mono Fäden die Wahl. Mono Fäden eignen sich besonders für Haut, die einen leichten Elastizitätsverlust aufweist. Dies sind glatte Fäden mit spitzen Nadeln, die sich sehr leicht in die Haut einführen lassen. Die Behandlung ist schmerzarm und schnell durchgeführt. Meine Patienten nahmen diese Art der Behandlung gut an. Die erbrachten Erfolge sprachen für sich um hier das Fachwissen zu vertiefen und zu optimieren.

Erfahrung zum Fadenlifting

Aufgrund der Erfahrungen mit den Mono Fäden war mein nächster Schritt, PDO-Fäden mit Häkchen (Coq-Fäden) zu verwenden. Diese Fäden führen zu noch besseren Ergebnissen, die bereits nach der Behandlung sichtbar sind. Mit den Häkchen kann das Gewebe in seine ursprüngliche Position gestrafft werden. Die stumpfen Kanülen ermöglichen ein sicheres Vorgehen, bei dem Verletzungen wie „blaue Flecken“ = Hämatome so gut wie nicht auftreten. Denn stumpfe Kanülen schieben sich durch das Gewebe und schneiden nicht durch, im Gegensatz zu spitzen Kanülen, die das Gewebe schneiden.

Dies macht den Einsatz für den Patienten und Arzt angenehm und risikoarm. Diese Fäden verwende ich bei Männern und Frauen gleichermaßen, die bereits einen deutlichen Elastizitätsverlust aufweisen.

Ein wesentliches Kriterium bei der Entscheidung mit PDO-Fäden zu arbeiten, ist der Hautturgor (Hautelastizität). Inwieweit sich ein Fadenlifting eignet, hängt von diversen Faktoren ab weshalb es schön ist, wenn Sie sich in meiner Praxis sicher beraten lassen.

Welche Fäden verwendet werden, hängt von der zu behandelnden Region und dem Zustand der Haut ab. Wie viele Fäden benötigt werden oder sinnvoll sind, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Dabei gilt bei PDO-Fäden ausnahmsweise die Devise: „Viel hilft viel“. Im Vergleich zu Europa wenden schon jetzt Fachärzte im asiatischen Raum ein Vielfaches an Fäden an.

Regionen - Wo hilft es?

Das Fadenlifting eignet sich insbesondere zur Straffung und Konturierung der Kinnpartie. Weitere Regionen sind der Hals, das Dekolleté, die Augen- und Oberlippenfältchen sowie die Augenbrauen, auch im Körper werden PDO-Fäden verwendet. Die Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden und sorgt für ein nachhaltig strafferes Hautbild. Eine gleichzeitige Behandlung im Gesichts- und im Halsbereich ist oft erwünscht und sinnvoll.

Wie oft Fadenlifting?

Die Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden und sorgt für ein nachhaltig strafferes Hautbild. Bei Volumenverlust bevorzuge ich den Einsatz von Hyaluronsäuren oder die Kombination aus Hyaluronsäure und Fäden. Denn meine Erfahrung zeigt, dass PDO-Fäden eine Straffung erzeugen. PDO-Fäden werden ausschließlich in Südkorea hergestellt. Verschiedenste Qualitätsstufen unterschiedlicher Preiskategorien werden auf dem Markt angeboten. Nach der Behandlung gilt es für den Patienten, einige Punkte zu beachten. All dies wird im Vorfeld besprochen und vereinbart. Ich hoffe mit diesem kurzen Beitrag, Ihnen nützliche Informationen zum „Fadenlifting" mit PDO-Fäden mitgegeben zu haben.

Tags